EU ist uneins: Wie soll man Griechenland helfen?
publiziert: Donnerstag, 11. Feb 2010 / 07:51 Uhr

Brüssel - Die sozialistischen EU-Regierungschefs haben sich für einen gemeinsamen EU-Kredit für das hoch verschuldete Griechenland ausgesprochen - ohne Alleingänge einzelner Staaten und ohne Geld vom Internationalen Währungsfonds (IWF).

Griechenlands Schulden belasten auch die EU.
Griechenlands Schulden belasten auch die EU.
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Dies sagte der Vorsitzende der europäischen Sozialisten, der Däne Poul Nyrup Rasmussen. Dem Internationalen Währungsfonds komme bei der Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott nur eine beratende Aufgabe zu. «Wir haben die Rolle des IWF diskutiert. Er muss zunächst den armen Ländern helfen», sagte Rasmussen.

Die Verantwortung liege in Europa. Es sei falsch, wenn einzelne Staaten Griechenland mit Krediten aushelfen würden. «Das würde die Tür öffnen für weitere Spekulationen an den Finanzmärkten gegen diese Länder.»

Einige Euro-Mitglieder hatten Deutschland - als Europas grösste Volkswirtschaft - zu rascher Hilfe gedrängt. Die deutsche Regierung lehnt bilaterale Massnahmen aber ab. Auf einem Sondergipfel werden die Staats- und Regierungschefs an diesem Donnerstag in Brüssel über Rettungsmassnahmen für Griechenland beraten.

Als Letzter zum gemeinsamen Foto

«Das werden die Europäische Union und die Euro-Gruppe übernehmen», führte Zapatero bei einem Treffen der sozialistischen Ministerpräsidenten in Brüssel aus. Zapatero unterstrich auf der Veranstaltung der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE), dass eine koordinierte Aktion nötig sei.

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou will den Staatschefs auf dem Gipfel darlegen, wie sein Land die Krise bewältigen kann. Am Abend wollte er sich nicht äussern - und kam als Letzter zum gemeinsamen Foto.

Juncker bemühte sich um gemeinsamen Vorschlag

Der Chef der Eurogruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, bemühte sich am Vortag des Sondergipfels um einen gemeinsamen Vorschlag zur Unterstützung Griechenlands.

Aus französischen Diplomatenkreisen verlautete, es sei keine Einigung erzielt worden. Eine Erklärung beim Brüssler Gipfel sei deshalb unwahrscheinlich.

(fkl/sda)

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