Fischer und Schalom betonen US-Führungsrolle für Nahost-Frieden
publiziert: Montag, 7. Apr 2003 / 23:30 Uhr

Jerusalem - Trotz Meinungsunterschieden zum Irak-Krieg sind sich Deutschland und Israel in der Führungsrolle der USA für eine Friedenslösung im Nahen Osten einig. Dies machten die Aussenminister Deutschlands und Israels bei einem Treffen in Jerusalem klar.

Der deutsche Aussenminister Joschka Fischer und sein israelischer Amtskollege Silvan Schalom.
Der deutsche Aussenminister Joschka Fischer und sein israelischer Amtskollege Silvan Schalom.
Der deutsche Aussenminister Joschka Fischer und sein neuer israelischer Amtskollege Silwan Schalom setzten sich in Jerusalem zugleich für eine Verbesserung der gespannten Beziehungen zwischen der EU und Israel ein.

Fischer warb für die Annahme des von den USA, Russland, der EU und den UNO ausgearbeiteten Nahost-Friedensfahrplans. Die USA wollen den Plan veröffentlichen, nachdem der neue palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas im Amt bestätigt ist.

Als Bedingung für die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Palästinensern forderte Schalom erneut einen Stopp des palästinensischen Terrors und der Hetze. Die Ernennung von Abbas zum Regierungschef sei "ein Schritt in die richtige Richtung".

Ein Sonderkommando der israelischen Armee hat nach palästinensischen Angaben ein Mitglied der militanten El-Aksa-Brigaden gezielt getötet. Der 25-jährige Bader Jassin sei bei seinem Haus in der Ortschaft Salfit im Süden von Nablus im Westjordanland getötet worden, sagten palästinensische Vertreter.

Zuvor war die israelische Armee zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen in die palästinensische Stadt Dschenin im Westjordanland vorgerückt. Die Soldaten stiessen mit etwa zwanzig Panzern und unter dem Geleitschutz von zwei Kampfhelikoptern in die Stadt vor. Dort verhängten sie eine Ausgangssperre.

(fest/sda)

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