Für Flut-Opfer schon 1,2 Milliarden Dollar gesammelt
publiziert: Samstag, 1. Jan 2005 / 10:38 Uhr / aktualisiert: Samstag, 1. Jan 2005 / 11:25 Uhr

New York - Die internationale Finanzhilfe für die von der Flutkatastrophe in Süd- und Südostasien betroffenen Länder ist auf 1,2 Milliarden Dollar angestiegen. Das teilte der UNO-Nothilfekoordinator Jan Egeland in New York mit.

Eine endgültige Gesamtzahl der Toten werde es kaum geben.
Eine endgültige Gesamtzahl der Toten werde es kaum geben.
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Egeland hob hervor, dass die USA inzwischen das grosszügigste Spenderland seien. Sie hatten am Freitag die Verzehnfachung ihrer ursprünglich zugesagten Hilfeleistung auf nunmehr 350 Millionen Dollar bekannt gegeben.

Die UNO befürchten, dass die Zahl der Todesopfer der Flutkatastrophe auf mehr als 150 000 steigt. Offiziell gemeldet sind bislang 120 000 Opfer. Die meisten Toten seien in Indonesien und dort besonders in der Provinz Aceh zu beklagen, sagte Egeland.

Eine endgültige Gesamtzahl der Toten werde es kaum geben. Es seien unzählige Fischer auf dem offenen Meer umgekommen, und ganze Dörfer seien hinweggeschwemmt worden, so dass die Opferzahl nicht genau festgestellt werden könne.

Allein Indonesien rechnet inzwischen mit 100 000 Toten. Offiziell bestätigt sind knapp 80 000 Opfer. Das Gesundheitsministerium will jedoch bis auf weiteres keine neuen genauen Opferzahlen mehr bekannt gaben. Begründet wurde dies mit unterschiedlichen Angaben einzelner Behörden.

In Sri Lanka bestätigten die Behörden 28 475 Tote. Die indische Regierung gab die Zahl der Toten mit 7736 an, befürchtet werden 12 000 Opfer.

In Thailand starben nach offiziellen Angaben 4500 Menschen. Bislang wurden allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Phang Nga nördlich der Touristeninsel Phuket 3689 Todesopfer registriert, darunter 2027 westliche Ausländer.

In ganz Europa bemühen sich die Regierungen weiter fieberhaft um ihre Landsleute im Katastrophengebiet. Von tausenden Touristen fehlt jede Spur. Am stärksten betroffen ist Schweden mit 3500 Vermissten.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in Süd- und Südostasien etwa fünf Millionen Menschen obdachlos. Hunderttausende sind von Epidemien bedroht.

Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) beginnt am Sonntag mit einer Luftbrücke für die Nothilfe in dem indonesischen Katastrophengebiet Aceh. Vorerst sollen 100 000 Menschen unterstützt werden. In Sri Lanka konnte das UNHCR bereits 20 000 Menschen mit Hilfsgütern versorgen.

(kst/sda)

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