Gorbatschow verteidigt russische Militäroffensive
publiziert: Freitag, 15. Aug 2008 / 07:24 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Aug 2008 / 07:46 Uhr

Washington - Der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow hat die russische Militäroffensive gegen Georgien verteidigt. «Russland hat gehandelt, um auf eine Aggression Georgiens zu antworten», sagte der Friedensnobelpreisträger in einem Interview mit dem US-Fernsehsenders CNN.

Gorbatschow kritisierte die «Aufrüstung» in Georgien.
Gorbatschow kritisierte die «Aufrüstung» in Georgien.
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Moskau habe auf eine «barbarische Attacke» Georgiens auf die südossetische Hauptstadt Zchinwali reagiert, sagte Gorbatschow am Donnerstag (Ortszeit) gegenüber CNN. Er kritisierte zudem die Unterstützung der USA für Georgiens Präsident Michail Saakaschwili.

«Die USA sollten das nicht tun. Das macht die Lage nur komplizierter», sagte der letzte sowjetische Präsident. Saakaschwili zeigte sich in der gleichen Sendung «schockiert» über die Aussagen Gorbatschows.

«Schande über Sie, Herr Gorbatschow», sagte er sichtlich aufgebracht. Solche Worte habe er von dem Friedensnobelpreisträger nicht erwartet, fuhr Saakaschwili fort. Gorbatschow rechtfertige, dass Russland 1200 Panzer nach Georgien habe rollen lassen.

«Westen in die Irre geführt»

Saakaschwili habe Europa und den Westen in die Irre geführt, sagte der frühere Sowjet-Präsident. Der georgische Präsident «ist keine Person, der man vertrauen sollte. Aber es ist Sache des georgischen Volkes, das zu entscheiden», sagte Gorbatschow.

Er kritisierte zudem, dass die Regierung in Tiflis militärisch enorm aufgerüstet habe. Es seien «Berge von Waffen» nach Georgien geliefert worden. «Wenn Georgien nicht bis an die Zähne bewaffnet gewesen wäre, hätte es nicht das getan, was es getan hat.»

(ht/sda)

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Irre?
Wer führt hier wen in die Irre? Gorbatschow ist und bleibt halt ein alter Sovjet, und ganz offensichtlich sind Perestrojka und Glasnost wie unsere westliche "Aufklärung" unvollendet geblieben. Aus der kommunistischen Diktatur hat sich eine nur vordergründig liberalere Oligarchie herausgebildet.
Meschugge geworden?
Saakaschwili kann sein kleines Ländchen nicht Gewalt zusammenhalten, das ginge höchstens mit viel Verhandlungsgeschick und Geduld. Die kleinen separatistischen Provinzen haben doch im grossen Russland viel weniger Gewicht als in Georgien, das werden die früher oder später einsehen müssen.
Gegen die militärische Übermacht der Russen hat Saakaschwili so wie so keine Chance. So schafft er es auch nicht in die Nato, falls das sein Ziel sein sollte.
Aber was der Gorbi jetzt verzapft ist kaum zu fassen. Südossetien ist ein winzig kleiner Teil von Georgien und das Riesenreich Russland fühlt sich provoziert! Was haben die Russen denn überhaupt in Georgien zu suchen?
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