Juschtschenko ruft Anhänger zur Blockade auf
publiziert: Dienstag, 28. Dez 2004 / 21:20 Uhr

Kiew - Der ukrainische Wahlsieger Viktor Juschtschenko hat seine Anhänger zur erneuten Blockade des Regierungsgebäudes in Kiew aufgerufen.

So einfach kriegt man ihn nicht weg - auch nicht von Moskau aus.
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Es müsse auf jeden Fall verhindert werden, dass der Regierungschef und unterlegene Gegenkandidat Viktor Janukowitsch am Mittwoch wie angekündigt eine Regierungssitzung abhalte, forderte Juschtschenko in Kiew.

Janukowitschs Pressestab hatte zuvor mitgeteilt, der beurlaubte Regierungschef sei - ungeachtet des parlamentarischen Misstrauensvotums - wieder in sein Amt zurückgekehrt.

51,99% aller Stimmen seien auf Juschtschenko entfallen

Die zentrale Wahlkommission in Kiew hatte als vorläufiges Endergebnis festgestellt, nach Auszählung aller Stimmen seien 51,99 Prozent auf Juschtschenko entfallen. Janukowitsch kam demnach auf 44,19 Prozent. Janukowitsch wollte seine Niederlage aber nicht anerkennen.

Vertreter von Janukowitsch forderten die Wahlleitung auf, kein Endergebnis zu verkünden. Ihrer Auffassung nach könne der Wählerwille wegen Manipulationen nicht eindeutig festgestellt werden.

Der einflussreiche Parlamentspräsident Wladimir Litwin sprach sich indes gegen eine abermalige Wiederholung der Stichwahl aus. Die Abstimmung am Sonntag sei nach Einschätzung von westlichen Beobachtern zivilisiert und demokratisch verlaufen, sagte er.

Ein offizielles Endergebnis könne am kommenden Montag, dem 3. Januar, festgestellt werden, falls es keine Beschwerden oder Wahlanfechtungen vor dem Obersten Gericht gebe, sagte Andrej Magera von der Wahlkommission.

(kst/sda)

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