Papst will gegenseitigen Respekt der Religionen
publiziert: Dienstag, 19. Sep 2006 / 16:47 Uhr

Rom - Nach dem Aufruhr in der muslimischen Welt wegen seiner Islam-Äusserungen hat Papst Benedikt XVI. «zum gegenseitigen Respekt der religiösen Überzeugungen» aufgerufen.

Der Papst lehne jede Form von Gewalt strikt ab.
Der Papst lehne jede Form von Gewalt strikt ab.
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In einem Beileidstelegramm an den Orden einer am Sonntag in Somalia getöteten italienischen Nonne betonte der Papst erneut, dass er jede Form von Gewalt strikt ablehne. Er hoffe, dass das von der Ordensschwester vergossene Blut «der Samen für die Hoffnung auf eine authentische Verbrüderung der Völker» werden könne.

Die 65-jährige Ordensschwester und ihr Leibwächter waren am Sonntag von unbekannten Tätern in einem Spital in der somalischen Hauptstadt erschossen worden, kurz nachdem Islamisten in dem Land zur Gewalt gegen den Papst wegen des umstrittenen Äusserungen zum Islam aufgerufen hatten.

Der Schweizer Theologe Hans Küng forderte seinerseits von Benedikt XVI. ein positives Zeichen in Richtung der Muslime. Küng sagte dem MDR in Halle, der Papst solle zeigen, dass er den Islam verstehe und den Islam als Weltreligion schätze.

Äusserung des byzantinischen Kaisers zitiert

Der Papst hatte bei seinem Deutschlandbesuch bei einem Vortrag in Regensburg eine Äusserung des byzantinischen Kaisers Manuel II. Paläologos zitiert, wonach der Prophet Mohammed «nur Schlechtes und Inhumanes» gebracht habe. Diese Äusserung stiess auf harsche Proteste in der islamischen Welt.

Der Papst hatte daraufhin am Sonntag in Castelgandolfo sein Bedauern über in der islamischen Welt aufgekommene Missverständnisse geäussert. Jedoch hatte er sich nicht wie von zahlreichen moslemischen Ländern gefordert dafür entschuldigt.

(smw/sda)

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