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Proteste in der Ukraine: USA warnen vor Militäreinsatz
publiziert: Donnerstag, 12. Dez 2013 / 07:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Dez 2013 / 08:38 Uhr
Die USA setzt sich gegen einen Militäreinsatz des ukrainischen Militärs ein. (Archivbild)
Die USA setzt sich gegen einen Militäreinsatz des ukrainischen Militärs ein. (Archivbild)

Washington - Die Ukraine hat nach Angaben der USA zugesagt, auf den Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten zu verzichten. Dies habe der ukrainische Verteidigungsminister Pawlo Lebedjew in einem Telefongespräch mit US-Verteidigungsminister Chuck Hagel erklärt.

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Laut Lebedjew habe Präsident Viktor Janukowitsch zugesichert, keine Gewalt anzuwenden, sagte eine Sprecherin der US-Behörden.

In dem Telefongespräch habe US-Verteidigungsminister Chuck Hagel die Ukraine davor gewarnt, «in irgendeiner Weise» militärische Gewalt gegen die Protestbewegung einzusetzen.

Wegen der Gewalt gegen Demonstranten erwägen die USA Sanktionen gegen die Regierung der Ukraine. Es würden alle politischen Möglichkeiten geprüft, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte die Sprecherin.

Die Demonstranten wehren sich gegen den von Janukowitsch eingeschlagenen Weg, sich wieder stärker an Russland zu binden. Oppositionspolitiker Vitali Klitschko rechnet in den kommenden Tagen mit noch grösseren Protesten gegen Präsident Viktor Janukowitsch und dessen Russland-Annäherung.

Musik und Gebete

Nach dem vorläufigen Rückzug der ukrainischen Sicherheitskräfte vom Unabhängigkeitsplatz in Kiew verstärkten die prowestlichen Demonstranten ihre Barrikaden weiter. Damit wollen sich die Gegner von Präsident Janukowitsch gegen einen möglichen neuen Räumungsversuch von Spezialeinheiten wappnen.

Aus dem ganzen Land seien weitere Demonstranten mit Dutzenden Bussen und Privatautos in der Hauptstadt eingetroffen, berichteten örtliche Medien heute.

In der Nacht hatten erneut Hunderte Menschen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt auf dem Platz ausgeharrt. Bekannte Popstars gaben auf einer Bühne ein Konzert. Priester sprachen öffentlich Gebete und sangen mit der Menge stündlich die Nationalhymne.

(ww/sda)

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