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Zahlungen an Holocaust-Opfer gehen schleppend voran
publiziert: Freitag, 21. Sep 2007 / 18:38 Uhr

Bern - Neun Jahre nach Abschluss des 1,25 Mrd. Dollar schweren Bankenvergleichs sind 967 Mio. an Opfer des Holocaust und deren Hinterbleibe ausbezahlt worden. Dies geht aus einer Statistik des zuständigen New Yorker Gerichts hervor.

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286,5 Mio. Dollar gingen an knapp 198'000 ehemalige Zwangsarbeiter.
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2 Meldungen im Zusammenhang
Laut dieser Übersicht kamen total 430'760 Personen in den Genuss von Zahlungen aus dem Bankenvergleich. Dieser war 1998 zwischen den Schweizer Grossbanken UBS und CS, jüdischen Organisationen und Klägergruppen abgeschlossen worden.

Die Banken zahlten 1,25 Mrd. Dollar. Dafür wurden die Sammelklagen gegen die Schweiz und die Schweizer Banken wegen Einbehaltung nachrichtenloser Vermögen von Holocaustopfern, der Behandlung von Flüchtlingen oder wegen Zwangsarbeit für Schweizer Unternehmen zur Nazizeit fallen gelassen.

Von den total ausbezahlten 967 Mio. Dollar wurden 452,5 Mio. für die Befriedigung von Ansprüchen auf nachrichtenlose Vermögen von Holocaustopfern auf Schweizer Banken aufgewendet. Über 17'000 Personen erhielten Zahlungen.

Schleppende Auszahlung der Gelder

286,5 Mio. Dollar gingen an knapp 198'000 ehemalige Zwangsarbeiter.Nur 570 von ihnen haben aber wirklich in Filialen von Schweizer Unternehmen im Machtbereich der Nazis gearbeitet. Bei den übrigen ging man davon aus, dass der Profit, den ihre «Zwangsarbeitgeber» machten, über Schweizer Banken geflossen sei.

205 Mio. Dollar wurden an über 211'000 Personen ausgerichtet, denen die Nazis Hab und Gut geraubt hatten. 11,6 Mio. Dollar gingen an 4158 Personen, die als Flüchtlinge von der Schweiz abgewiesen oder nach eigenen Angaben in der Schweiz misshandelt worden waren. Der Rest wurde für verschiedene Projekte aufgewendet.

Die schleppende Auszahlung der Gelder war verschiedentlich in die Kritik geraten. Das zuständige New Yorker Gericht machte dafür die Schweizer Banken verantwortlich, die sich bei der Auffindung von Berechtigten wenig kooperativ gezeigt hätten - ein Vorwurf, den die Banken stets zurück wiesen.

(smw/sda)

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