DEZA will sich bis Ende Mai aus Libanon zurückziehen

publiziert: Freitag, 2. Mrz 2007 / 17:17 Uhr

Beirut - Die Schweizer Hilfsprojekte nach dem Krieg in Libanon stehen kurz vor dem Abschluss. Bis Ende Mai will sich die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) fast vollständig aus dem Land zurückziehen.

Viele Menschen hatten durch die Bombardierungen ihre Existenzgrundlage verloren.
Viele Menschen hatten durch die Bombardierungen ihre Existenzgrundlage verloren.
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Bis zu diesem Zeitpunkt sollten die letzten der noch laufenden Programme beendet sein, die nach dem 33-tägigen Krieg zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel vom letzten Sommer aufgenommen wurden, wie Friederich Steinemann, der DEZA-Delgierte für Libanon, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Dazu gehört unter anderem ein Projekt in sieben Dörfern im Süden Libanons, bei dem betroffenen Familien mit einer Barauszahlung ein Neubeginn ermöglicht werden soll. Denn viele Menschen hatten durch die Bombardierungen ihre Existenzgrundlage verloren.

Das Cash-Projekt ist nach DEZA-Angaben das erste und bisher einzige seiner Art in Libanon. Insgesamt werden dabei rund 1000 Personen mit einem Gesamtbetrag von rund 830 000 Franken unterstützt.

Denjenigen geholfen, die wirklich Hilfe brauchten

Um den Bewohnern die Rückkehr in die Normalität zu erleichtern, unterstützte die DEZA mit einem weiteren Projekt in sechs Dörfern auch rund 700 Familien mit insgesamt 800 000 Franken für kleinere Reparaturarbeiten an ihren Häusern. Zudem setzt sie zwei Wasserverteilsysteme wieder Instand und lieferte fünf Sanitäts-Kontainer für die medizinische Versorgung.

Toni Frisch, der Schweizer Delegierte für Humanitäre Hilfe, zeigte sich vor den Medien in Beirut sehr zufrieden über das bisherige Ergebnis der Schweizer Arbeit. Das Programm sei ein sehr ambitiöses Unternehmen mit einem grossen personellen Aufwand gewesen, sagte Frisch der SDA. «Wir haben denjenigen Menschen geholfen, die wirklich Hilfe gebraucht haben.»

Der Delegierte betonte jedoch, dass die Schweiz in Libanon von Anfang an lediglich bei den ersten Schritten zur Normalisierung Unterstützung leiste wollte. Deshalb werde die DEZA ihre Aktivitäten in Libanon ab Juni auf «rund 10 Prozent» des jetzigen Umfangs zurückfahren.

(smw/sda)

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