Putin: Europa im Visier russischer Raketen
publiziert: Montag, 4. Jun 2007 / 11:10 Uhr

Moskau - Vor dem G-8-Gipfel hat der russische Präsident Wladimir Putin als Reaktion auf die US-Raketenabwehrpläne seine Drohungen gegen den Westen verschärft. Er kündigte an, als mögliche Reaktion «neue Ziele in Europa» ins Visier russischer Raketen zu nehmen.

Putin ist gegen ein solches Wettstreiten, aber gegen «ein strategisches Nuklearpotenzial der USA» würde er sich wehren.
Putin ist gegen ein solches Wettstreiten, aber gegen «ein strategisches Nuklearpotenzial der USA» würde er sich wehren.
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«Wenn die Amerikaner einen Teil ihres strategischen Nuklearpotenzials nach Europa verlegen und wir nach Ansicht unserer Militärexperten dadurch bedroht werden, dann sind wir gezwungen, Gegenmassnahmen zu ergreifen», sagte Putin in dem vom Kreml veröffentlichten offiziellen Text eines Interviews.

Der Kremlchef machte deutlich, dass er die geplante US-Raketenabwehr für Mitteleuropa als ein Element des «strategischen Nuklearpotenzials der USA» wertet.

«Natürlich müssten wir dann neue Ziele in Europa ins Visier nehmen», sagte Putin wörtlich. Zuvor hatten russische Militärs zu verstehen gegeben, dass vor allem die geplante US-Radaranlage in Tschechien und die US-Raketensilos in Polen anvisiert werden könnten.

Der russische Präsident machte im Interview zugleich deutlich, dass er gegen ein solches Wettrüsten sei und keine Konfrontation mit dem Westen suche. Putin wird auf dem Gipfeltreffen vom 6. bis 8. Juni in Heiligendamm mit US-Präsident George W. Bush zu einem Einzelgespräch zusammenkommen.

(dl/sda)

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Die USA, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien rufen den rat auf Massnahmen zu ergreifen.
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