Waadt: 50 Jahre Frauenstimmrecht
publiziert: Freitag, 19. Jun 2009 / 09:49 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Jun 2009 / 10:07 Uhr

Lausanne - Während das Jahr 1971 für die Frauen in der Schweiz den Wendepunkt darstellte, durften die Waadtländerinnen schon 1959 feiern: Die Waadt führte als erster Kanton in der Schweiz das Frauenstimmrecht ein. Eine Tagung in Lausanne erinnert an das historische Ereignis.

Der Kanton Waadt war mit gutem Beispiel vorangegangen. (Symbolbild)
Der Kanton Waadt war mit gutem Beispiel vorangegangen. (Symbolbild)
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Zur Tagung geladen haben die Juristinnen Schweiz und das Waadtländer Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau.

Am Podiumsgespräch vom Freitagabend nehmen unter anderen die ehemalige Bundesrätin Ruth Dreifuss, die Waadtländer Rechtsprofessorin und ehemalige Nationalrätin Suzette Sandoz sowie Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi teil.

An der Tagung zum 50-Jahre-Jubiläum wird zudem die 92-jährige Schweizer Publizistin und Frauenrechtlerin Marthe Gosteli geehrt. In Genf findet ebenfalls eine Hommage an den «Schweizerischen Verband für Frauenrechte» statt.

Pioniere in der Romandie

Gegen das Wahlstimmrecht der Frauen hatten sich die Schweizer Männer lange erfolgreich gewehrt. Am 1. Februar 1959 verwarfen sie das Frauenstimmrecht mit 67 Prozent Nein-Stimmen wuchtig.

Als Pionierkanton führte die Waadt jedoch gleichentags das Frauenstimmrecht auf kantonaler und Gemeinde-Ebene ein. Neuenburg folgte im September 1959, Genf 1960.

1971 waren dann auch die Männer in der übrigen Schweiz bereit: Am 7. Feburar 1971 wurde das eidgenössische Stimm- und Wahlrecht für Frauen mit 66 Prozent Ja zu 34 Prozent Nein bei einer Stimmbeteiligung von 58 Prozent angenommen.

(bert/sda)

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