Zehn Fragen und Antworten zur Schweinegrippe
publiziert: Dienstag, 10. Nov 2009 / 11:13 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Nov 2009 / 12:02 Uhr

Was bewirkt der Impfstoff im Körper? Soll man sich impfen lassen? Wie wichtig ist der Impfstoff gegen die Ausbreitung der Pandemie? news.ch präsentiert zehn Fragen und Antworten.

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Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Schweinegrippe.
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Soll man sich gegen die Schweinegrippe impfen? Weshalb und für wen?
Das Ziel der Impfung liegt in erster Linie darin, Personen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko zu schützen. Dies sind vor allem schwangere Frauen (Impfung empfohlen ab dem 2. Trimester) oder Wöchnerinnen, sowie Kinder (ab 6 Monaten), Jugendliche und Erwachsene mit einer chronischen Erkrankung. Wenn genügend Dosen zur Verfügung stehen werden, wird die Impfung ausserdem all denjenigen empfohlen werden, die sich selbst und ihr Umfeld vor einer Grippeerkrankung schützen möchten.

Was bewirkt die Impfung im Körper? Wie funktioniert ein solcher Impfstoff?
Der (H1N1)-Impfstoff beruht auf dem gleichen Prinzip wie jener gegen die saisonale Grippe: Die Impfung bereitet das Immunsystem des Körpers darauf vor, eine Infektion abwehren zu können. Der Impfstoff enthält nicht den gesamten Virus, sondern nur Teile (Proteine) davon. Diese Proteine aktivieren weisse Blutkörperchen – diese stellen Antikörper her, welche sich im Falle einer Infektion an die Oberfläche von Viruspartikeln heften und so das entsprechende Virus unschädlich machen.

Wie wichtig ist ein H1N1-Impfstoff, um die Gefahr einer Pandemie zu reduzieren?
Die Impfung ist das wirkungsvollste Mittel, Personen während einer Grippe-Pandemie zu schützen. Der Grippeimpfstoff aktiviert das Immunsystem, schützt somit die geimpfte Person vor der Krankheit und verhindert eine Übertragung auf andere Menschen.

Wenn der Virus in den warmen Monaten eine milde Pandemie auslöst und dann in etwa einem halben Jahr eine sehr viel härtere Pandemie verursacht, sind dann die jetzt entwickelten Impfstoffe noch wirksam?
Mögliche Veränderungen des (H1N1)-Virus werden sorgfältig überwacht. Die neuen Grippeimpfstoffe mit Hilfsstoffen weisen den Vorteil auf, dass sie auch bei mutierten Stämmen zumindest noch einen teilweisen Schutz bieten, das heisst sie reduzieren das Komplikationsrisiko bei der erkrankten Person. Die üblichen saisonalen Grippeimpfstoffe haben ein viel engeres Wirkungsfeld.

Wird es genügend (H1N1)-Impfstoff für die gesamte Bevölkerung geben?
Der Impfstoff wird in mehreren Etappen geliefert werden. Deshalb wird die Impfung momentan prioritär für Personen, welche ein erhöhtes Risiko von Komplikationen aufweisen oder das Virus auf Personen mit einem erhöhten Risiko übertragen können, empfohlen. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, wird die Impfung allen Personen empfohlen, die sich und ihre Umgebung gegen die Grippe (H1N1) 2009 und ihre Komplikationen schützen wollen.

Warum haben noch nicht alle Arztpraxen den Grippe-Impfstoff?
Da der Impfstoff erst gestern eingetroffen ist und über 400 Ärzte beliefert werden müssen, liegt das Problem bei der Logistik. Im Laufe der Woche werden aber alle Ärzte über den Impfstoff verfügen.

Ist der Impfstoff gegen die saisonale Grippe weiterhin erhältlich? Ist es sinnvoll, sich gegen die saisonale Grippe zu impfen?
Der saisonale Grippe-Impfstoff ist erhältlich. Gerade für ältere Menschen oder Personen mit chronischen Erkrankungen sowie für ihre engen Kontaktpersonen (Familienmitglieder, Spitalpersonal) ist es wichtig, sich auch gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen.

Kann man sich gleichzeitig gegen die saisonale und die pandemische Grippe (H1N1) 2009 impfen lassen?
Zur gleichzeitigen Verabreichung von zwei Impfstoffen gibt es bis anhin wenige Studien. Basierend auf den Erfahrungen mit anderen Impfungen ist eine gleichzeitige Verabreichung des saisonalen und des pandemischen Impfstoffs, falls notwendig, möglich. Die Impfungen sollten jedoch nicht in den gleichen Oberarm gespritzt werden. Das Immunsystem reagiert auf jede Impfung separat und produziert Antikörper, welche jede der im Impfstoff enthaltenen Grippeviren neutralisieren können. Weil das Immunsystem gegenüber Hunderten von Fremdstoffen (=Antigenen) gleichzeitig reagieren kann, stellt eine solche Situation für das Immunsystem kein Problem dar.

Was ist, wenn ich erkältet bin oder schon eine Grippe habe? Kann ich mich trotzdem impfen lassen? Menschen die bereits eine Grippe haben, Fieber haben oder sich sonst irgendwie krank fühlen sollten auf eine Impfung verzichten. Da sich de Körper nicht auf zwei Eindringlinge konzentrieren sollte.

Wohin kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?
Das BAG hat eine Hotline eingerichtet. Während Bürozeiten erhalten Sie unter der Nummer ++41 (0)31 322 21 00 Antworten auf Fragen aus der Bevölkerung.

(tri/sda)

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in der Regel
gibt es für neue Medikamente - also auch für Impfstoffe - jahrelange Versuchs- und Prüfungsverfahren, vorgegeben durch die verschiedenen Heilmittel-Kontrollbehörden.

Ohne irgendwelche Aengste oder Bedenken schüren zu wollen, stelle ich hier die einfache Frage: was wissen wir denn über Nebenwirkungen und/oder Spätfolgen dieser Impfstoffe?
Antwort: sehr wenig bis gar nichts!
Zusatzfrage: warum werden Politiker und andere vermeintlich Privilegierte OHNE Adjuvantien geimpft?

Ich habe noch immer die Auswirkungen von 'Kontergan' im Hinterkopf - damals glaubte man, ein Wundermittel gefunden zu haben. Die verheerenden Spätfolgen bewiesen etwas ganz anderes ...
Schweinegrippe: Sind wir Schweizer Spezialmenschen?
Ja, wir Schweizer müssen eine ganz besondere Kategorie Menschen sein. Bei uns muss der Impfstoff für die Schweinegrippe nochmals alle Prüfverfahren über sich ergehen lassen, bevor er in Einsatz kommt, obwohl ringsum alle Länder der EU sämtliche Prüfungen längst vollzogen haben. Aber eben - wir sind offenbar eine besondere Spezies, wir Schweizer! Wir nehmen lieber in Kauf, dass zum Beispiel Auslandreisende die Schweinegrippe importieren, und wir warten so lange mit der Impferei zu, bis tatsächlich eine Pandemie ausbricht. Ich habe noch niemanden getroffen, der die ganze Komödie - angefangen mit der Angstmacherei im Frühsommer bis zur Beschaffung von X-Millionen Impfdosen bis zur umständlichen Erklärungen von Seiten der Verantwortlichen versteht. Abgesehen davon werden ja die Kosten für die nochmalige Überprüfung des Impfstoffes, die weit überrissene Anschaffung von Impfdosen unser Gesundheitswesen weiter belasten. Wer trägt die Verantwortung für dieses Schlamassel? Es würde ein wenig Grösse zeigen, wenn jemand von den Verantwortlichen hinstehen und wahren Klartext sprchen würde.
11. Frage
Eine wichtige Frage fehlt noch:
Was sind die möglichen Risiken des auch in der Schweiz verwendeten Adjuvans? Wieso nehmen deutsche Politiker den risikofreien Impfstoff und die einfache Bevölkerung bekommt das ungetestete Medikament?

Sind Nebenwirkungen (Krebs) wie beim Diabetes Medikament Glargin denkbar?
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37145/Insulinanalogon_Glargin_un...

Oder ist der Erwerb allfälliger Allergien denkbar?
Übrigens: Allergien sind IMMER Autoimmunerkrankungen, bei dem ein fehlgeleitetes Immunsystem irrtümlicherweise gegen eine nichtexistente Bedrohung vorgeht.
Beispiele dafür sind unter anderem Astma, Heuschnupfen und Rheuma. Alles Krankheiten, von man gar nicht genau weiss, woher sie kommen.

DAS ist eine interessante Frage, auf die ich gerne eine Antwort hätte. Aber ich befürchte, dass das nicht so gerne vom BAG öffentlich diskutiert wird.
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