Gesetz im Parlament
14 Jahre Haft für Homo-Ehe in Nigeria
publiziert: Donnerstag, 30. Mai 2013 / 23:27 Uhr
Keine Öffentlichkeit. (Symbolbild)
Keine Öffentlichkeit. (Symbolbild)

Abuja - Homosexuelle Paare, die heiraten oder öffentlich ihre Zuneigung zeigen, sollen in Nigeria künftig mit Gefängnis bestraft werden können. Das Unterhaus des Parlaments verabschiedete einstimmig ein entsprechendes Gesetz.

7 Meldungen im Zusammenhang
Dieses sieht bis zu 14 Jahre Haft für Eheschliessungen und zivilrechtliche Partnerschaften zwischen zwei Frauen oder zwei Männern vor.

Wer «seine Liebesbeziehung zu einem Menschen des gleichen Geschlechts direkt oder indirekt öffentlich zeigt», soll dem Entwurf zufolge mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden. Die gleiche Strafe ist für die Gründung und Unterstützung von Clubs, Organisationen oder anderen Einrichtungen für Schwule und Lesben vorgesehen.

Vor dem Unterhaus hatte bereits der nigerianische Senat einen gegen Homosexuelle gerichteten Gesetzentwurf verabschiedet. Zunächst war unklar, ob die beiden Texte völlig übereinstimmen. Sofern das der Fall ist, geht der Entwurf zur Ratifizierung an Präsident Goodluck Jonathan.

Nigeria will Ausland Stirn bieten

Menschenrechtsanwalt Jiti Ogunye sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Gesetzesvorhaben sei «Zeitverschwendung» und in erster Linie eine Show. Noch nie hätten in Nigeria zwei Männer oder zwei Frauen versucht zu heiraten. Offenbar gehe es den Abgeordneten vor allem darum, dem wachsenden Druck aus dem westlichen Ausland für die Gleichberechtigung Homosexueller die Stirn zu bieten.

So hatte der britische Premierminister David Cameron damit gedroht, die Unterstützung für Länder zu stoppen, die sich gegen die Gleichberechtigung von Homosexuellen wenden.

In Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, ist die Diskriminierung von Schwulen und Lesben an der Tagesordnung. Die Gesellschaft ist stark religiös geprägt. Etwa die Hälfte der Nigerianer sind Christen, die andere Hälfte sind Muslime. Auch traditionelle Religionen sind verbreitet.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Reta Caspar Gen- und Bibelgläubige bekämpfen ... mehr lesen
Protest gegen Homo-Ehe in Frankreich: Angst der Traditionalisten vor Verlust der Traditions-Dominanz.
Die iOS-App wurde von Apple bereits wieder entfernt, in Googles Play Store ist sie zum Zeitpunkt dieser Publikation noch erhältlich.
Set Captives Free: Durch biblische ... mehr lesen
François Hollande ist dafür, Obama ... mehr lesen
Der Ehering wird immer überflüssiger. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Französische Homosexuelle dürfen laut dem Verfassungsrat heiraten. (Symbolbild)
Paris - Die Homo-Ehe ist am Samstag ... mehr lesen
Den Haag - Homosexuelle werden ... mehr lesen
Homosexuelle werden in Europa noch immer diskriminiert. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Das Ausstellen einer Rechnung ist in der Schweiz rechtlich genau geregelt. Besonders Jungunternehmer und Startups sehen sich zu Beginn mit einer grossen Zahl verschiedener Anforderungen in diesem Bereich konfrontiert. Dabei herrscht Unklarheit darüber, welche Fallstricke tatsächlich beachtet werden müssen, um ein gesetzlich gültiges Papier abzugeben. Wir haben den Fokus deshalb auf die wichtigsten Grundlagen gelegt, die es zu beachten gilt. mehr lesen 
Schiedsgericht-Entscheide nach UDRP bei der WIPO  Um unsere Kunden vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, haben wir bei domains.ch begonnen pendente und abgeschlossene Schiedsgerichtentscheide zu Domains zu sammeln. Aktuell verfügen wir über mehrere zehntausend Entscheide die bei der WIPO gefallen sind. mehr lesen  
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt ... mehr lesen
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für ... mehr lesen  3
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 16°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 17°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 17°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 18°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 19°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 23°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten