Rentenalter 67/67 bis 2040 vorgeschlagen
Ab 2020 beginnt sich Finanzierungslücke bei der AHV zu öffnen
publiziert: Dienstag, 28. Aug 2012 / 13:41 Uhr
Der Altersquotient, also der Anteil Rentner im Verhältnis zu den Aktiven, wird von heute 29 Prozent bis 2060 auf rund 56 Prozent ansteigen.
Der Altersquotient, also der Anteil Rentner im Verhältnis zu den Aktiven, wird von heute 29 Prozent bis 2060 auf rund 56 Prozent ansteigen.

Bern - Laut dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) muss man sich um die Finanzierung der AHV bis gegen 2020 noch keine grossen Sorgen machen. Ab dann wird eine Reform aber nötig sein. Unter anderem wird eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters für beide Geschlechter bis 2040 auf 67 vorgeschlagen.

10 Meldungen im Zusammenhang
Das BSV hat am Dienstag hierzu vier Berichte zu Studien publiziert. Zwei der Berichte setzen sich mit Steuerungsmechanismen auseinander, ein Bericht untersucht die Auswirkungen der Babyboom-Generation, und der vierte beleuchtet Hintergründe der unterschiedlichen Lebenserwartung in der Schweiz.

Man müsse heute davon ausgehen, dass die Bevölkerung in der Schweiz bis im Jahr 2040 auf rund 9,5 Millionen Menschen wachsen werde, schreibt das BSV. Der Altersquotient, also der Anteil Rentner im Verhältnis zu den Aktiven, werde von heute 29 Prozent bis 2060 auf rund 56 Prozent ansteigen.

Aufgrund dieser Entwicklungen seien rechtzeitig Massnahmen an die Hand zu nehmen, um das finanzielle Gleichgewicht der AHV zu gewährleisten. Voraussichtlich würden erste Pflöcke zur Sicherung der AHV bis Ende dieses Jahres eingeschlagen, sagte BSV-Direktor Jürg Brechbühl am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Eine der Studien zeigt den Korrekturbedarf bis 2060 auf: Auf der Einkommensseite müsste entweder der Lohnbeitragssatz schrittweise von 8,4 Prozent auf 11,3 Prozent oder das Mehrwertsteuerprozent zugunsten der AHV von derzeit 1 Prozent auf 3,8 Prozent erhöht werden.

Höheres Rentenalter

Als Alternative dazu müssten auf der Leistungsseite entweder die Renten jährlich real um 0,4 bis 0,5 Prozent reduziert oder das Rentenalter auf rund 70 Jahre erhöht werden.

Die Experten legen einen möglichen Massnahmenmix dar: Sie schlagen eine rasche und befristete Erhebung eines Zuschlags auf den Lohnbeiträgen zur Finanzierung der AHV-Renten der Babyboomer vor.

Zum Ausgleich empfehlen sie ein über viele Jahre verteiltes, schrittweises Ansteigen des Rentenalters, bis dieses 2040 das Alter 67/67 erreicht, gekoppelt mit einer schrittweisen Anhebung des Mehrwertsteuerprozentes zugunsten der AHV um insgesamt 1,5 Prozent bis 2060.

(knob/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bei einer vollen Ehepaarrente würde der Zuschlag 348 Franken betragen. (Symbolbild)
Bern - Die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds fordern eine Erhöhung der AHV-Renten um linear 10 Prozent. Sie beschlossen am Freitag einstimmig, die Volksinitiative ... mehr lesen
Bern - Die CVP fordert nach den gescheiterten Versuchen der letzten Jahre noch in dieser Legislatur einer Revision der AHV. In einem Positionspapier verlangt die Partei zusätzliche Beiträge - etwa von Reichen -, um die Abschaffung der Heiratsstrafe in der AHV zu finanzieren. mehr lesen 
Bern - Immer mehr AHV- und IV-Rentner sind auf Ergänzungsleistungen (EL) angewiesen. Ende 2011 bezogen 287'000 Personen eine Ergänzungsleistung. Dies sind 10'500 Personen mehr als im Vorjahr, was einem Plus von 3,8 Prozent entspricht. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Die AHV-Jahresrechnung hat 2011 mit einem Überschuss von einer Milliarde Franken abgeschlossen. Die Invalidenversicherung (IV) schrieb eine «rote Null». mehr lesen 
Neuenburg - Die Gesundheitskosten ... mehr lesen
Gesundheitskosten steigen 2010 auf über 60 Milliarden Franken.
Bei der Invalidenversicherung (IV) stiegen die Einnahmen letztes Jahr um 1,258 Milliarden Franken.
Bern - Die Sozialversicherungen AHV, IV und EO haben im letzten Jahr zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder den gesamten Aufwand mit den Einnahmen decken können. Grund ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt - auf heute 1,2 Millionen Menschen. 2013 hatten die Vereinten ... mehr lesen
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 15°C 20°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Basel 15°C 21°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
St. Gallen 13°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
Bern 14°C 20°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Luzern 15°C 19°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
Genf 15°C 22°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Lugano 18°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten