In Birma protestieren Mönche erneut gegen die Regierung
publiziert: Mittwoch, 31. Okt 2007 / 10:44 Uhr

Rangun - In Birma haben erstmals seit der blutigen Niederschlagung der Massenproteste im September wieder Mönche mit einem gemeinsamen Marsch gegen die Militärregierung protestiert.

Rund hundert Mönche seien durch die zentralburmesischen Stadt Pakokku gezogen.
Rund hundert Mönche seien durch die zentralburmesischen Stadt Pakokku gezogen.
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Rund hundert Mönche seien durch die zentralbirmesischen Stadt Pakokku gezogen, berichteten Anwohner. Der Marsch habe etwa eine halbe Stunde gedauert; die Mönche hätten gesungen und gebetet, aber keine politischen Parolen gerufen.

Im September hatten Mönche und andere Demonstranten tagelang friedlich gegen die Militärführung protestiert. In mehreren Städten des Landes waren zeitweise zehntausende auf die Strasse gegangen, bis die Militärs die Demonstrationen gewaltsam niederschlugen. Dabei wurden mindestens 13 Menschen getötet, darunter ein japanischer Fernsehjournalist.

Diplomaten in Rangun gehen jedoch von einer bedeutend höheren Opferzahl aus. In der Folge nahmen die Militärbehörden zahlreiche Menschen fest.

Nach Angaben westlicher Diplomaten will der UNO-Sondergesandte für Birma, Ibrahim Gambari, erneut in das südasiatische Land reisen. Vom Samstag bis Donnerstag will er sich um eine Vermittlung zwischen der Militärregierung und der Oppostion bemühen, hiess es unter Diplomaten.

Ein birmesischer Behördenvertreter, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, Gambari werde am Sonntag in Naypyidaw, dem neuen Sitz der Militärregierung etwa 400 Kilometer nördlich von Rangun, erwartet. UNO-Vertreter in Rangun konnten die Daten der Reise zunächst nicht bestätigen.

(fest/sda)

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