Terrorattacke in Burkina Faso
Schweiz trauert um Anschlagsopfer Rey und Lamon
publiziert: Sonntag, 17. Jan 2016 / 15:23 Uhr
Der ehemalige PTT-Generaldirektor Jean-Noël Rey wurde am 16. Januar 2016 bei einem Terroranschlag im westafrikanischen Burkina Faso im Alter von 66 Jahren getötet.
Der ehemalige PTT-Generaldirektor Jean-Noël Rey wurde am 16. Januar 2016 bei einem Terroranschlag im westafrikanischen Burkina Faso im Alter von 66 Jahren getötet.

Bern/Ouagadougou - Die Flagge auf dem Bundeshaus weht auf halbmast: Die Schweiz trauert um Jean-Noël Rey und Georgie Lamon, die in einem Anschlag in Burkina Faso getötet wurden. Das Schweizer Hilfsprogramm vor Ort läuft vorerst weiter.

6 Meldungen im Zusammenhang
In Gedenken an die Opfer des Anschlags werde die Flagge auf dem Bundeshaus am Sonntag und am Montag auf halbmast gesetzt, twitterte Bundesratssprecher André Simonazzi am Sonntag.

Auch die Post zeigte sich in einer Stellungnahme «bestürzt über das Attentat» und «den gewaltsamen Tod des ehemaligen PTT-Generaldirektors Jean-Noël Rey». Rey hatte die damalige PTT von 1990 bis 1998 geführt.

In der Legislatur von 2003 bis 2007 vertrat der Sozialdemokrat das Wallis im Nationalrat. Zudem war er politischer Sekretär der SP und in den 80er-Jahren engster Mitarbeiter von Bundesrat Otto Stich.

Entsprechend zeigte sich die SP Schweiz «tief bestürzt» von seinem Tod. Rey habe während vier Jahrzehnten «zu den prägendsten und prominentesten Persönlichkeiten innerhalb der Sozialdemokratie» gehört, sagte Parteipräsident Christian Levrat gemäss Mitteilung.

Schweizer Programm läuft weiter

Wie Rey stammte auch das zweite Opfer, Georgie Lamon, aus dem Wallis. Der Walliser Staatsrat verurteilte den Anschlag in einer Mitteilung aufs Schärfste und sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. «In diesem Moment der Trauer erinnern wir an zwei Walliser Persönlichkeiten, die unseren Kanton politisch und sozial geprägt haben», wird Regierungspräsident Jacques Melly zitiert.

Rey und Lamon waren in Burkina Faso, um die Kantine einer Schule einzuweihen. Sie arbeiteten für die Organisation Yelen, die bis am Sonntagmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar war.

Das Aussendepartement EDA teilte mit, es verfolge die Lage vor Ort sehr genau und evaluiere die potenziellen Folgen auf die Programme im Land. Es sei jedoch noch «verfrüht, um abschliessend zu entscheiden, welche Konsequenzen die Attentate für die Arbeit der Schweiz vor Ort haben». Bis auf Weiteres läuft das Programm der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA weiter.

Bereits am Samstag hatten Bundespräsident Johann Schneider-Ammann und Aussenminister Didier Burkhalter die Attentate in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou verurteilt.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Sitten - Über 1000 Trauergäste haben am Freitag in der Kathedrale von Sitten von den beiden bei Terror-Anschlägen in Burkina Faso ... mehr lesen
In der Kathedrale fand eine Gedenkfeier statt.
Der Kanton Wallis plant für die beiden Opfer der Anschläge in Burkina Faso eine grosse Trauerfeier.
Sitten - Der Kanton Wallis plant für ... mehr lesen
Ouagadougou - Hunderte Menschen haben in Burkina Faso mit einem Trauermarsch der Opfer eines Anschlags von Dschihadisten ... mehr lesen 1
Ouagadougou - Der ehemalige Post-Direktor Jean-Noël Rey und ein ehemaliger Walliser Kantonsparlamentarier sind bei den ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Ouagadougou - In Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou gehen die ... mehr lesen 1
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 16
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Russland und Westen kooperieren bei Syrien-Hilfe Berlin - Russland und westliche Staaten arbeiten bei der humanitären Hilfe für die syrische Bevölkerung ... 1
Rund 150'000 Binnenflüchtlinge hätten Schutz im syrisch-türkischen Grenzgebiet gesucht.
Über 60 Luftangriffe wurden geflogen. (Symbolbild)
Dschihadisten bei Luftangriffen in Syrien getötet Beirut - Bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag mindestens 16 ... 1
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
  • Pacino aus Brittnau 731
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... Di, 31.05.16 07:36
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 17°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 17°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 15°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 18°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 18°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 17°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Lugano 19°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten