Rohstoffe
UNO: Glencore umgeht Iran-Sanktionen
publiziert: Donnerstag, 23. Mai 2013 / 17:25 Uhr
Glencore weist die Vorwürfe zurück.
Glencore weist die Vorwürfe zurück.

New York/Teheran - Der Rohstoffriese Glencore Xstrata mit Sitz in der Schweiz könnte einem Bericht der UNO zufolge die internationalen Sanktionen gegen den Iran umgangen haben. Dies geht aus einem vertraulichen Bericht hervor, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.

3 Meldungen im Zusammenhang
Über Tauschgeschäfte haben Glencore und das ebenfalls in der Schweiz ansässige Handelshaus Trafigura Aluminium an eine Firma im Iran geliefert, die wiederum Aluminium für das iranische Atomprogramm bereitgestellt hat.

In einer Stellungnahme, die der Nachrichtenagentur sda vorliegt, bestätigt Glencore, Geschäfte mit der iranischen Firma Iralco gemacht zu haben. Dies sei aber zuletzt im Oktober 2012 der Fall gewesen, zwei Monate bevor die EU Sanktionen verhängt habe. Zudem verweist Glencore darauf, alle rechtlichen und regulatorischen Vorgaben zu erfüllen.

Auch Trafigura hat die Geschäfte mit Iralco nach eigenen Angaben eingestellt. Die Vereinten Nationen kommen dennoch zum Schluss, dass Tauschgeschäfte ein Mittel sein könnten, die Handelseinschränkungen zu umschiffen. «Sollte dies zutreffen, könnten solche Transaktionen ein Weg sein, einen Rohstoff zu besorgen, der die Sanktionen umgeht», hiess es in dem 49 Seiten umfassenden Bericht.

Immer neue Wege

Glencore stellt sich allerdings auf den Standpunkt, dass Tauschgeschäfte in der Metallindustrie eine der ältesten Handelsformen und heute noch üblich seien. Zudem sei Aluminium ein Rohstoff, der spezifisch weiter verarbeitet werden müsse. Das Aluminium, das Glencore geliefert habe, sei nicht für nukleare Zwecke nutzbar gewesen.

Auch die Schweizer Behörden hatten erklärt, es gebe keine Hinweise darauf, dass Glencore und Trafigura die internationalen Sanktionen gegen den Iran verletzt hätten. Laut dem Bericht der UNO sucht der Iran aber nach immer neuen Wegen, um die Sanktionen zu umgehen, darunter falsche Papiere und Scheinfirmen.

Die internationale Staatengemeinschaft wirft der Führung in Teheran vor, unter dem Deckmantel der Energieerzeugung an Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran bestreitet die Vorwürfe.

 

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel/Teheran - Nach dem Beschluss der EU-Aussenminister vom Montag, die Sanktionen gegen den Iran auszuweiten, hat die EU die Beschlüsse im Detail publiziert. Auf der Liste befindet sich auch eine in der Schweiz ansässige Tochtergesellschaft der iranischen Ölgesellschaft. mehr lesen 
Guido Westerwelle teilte dies heute in Luxemburg mit. (Archivbild)
Luxemburg - Die EU-Aussenminister ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter Diktator: Kim Jong-un.
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter ...
Achtens Asien Kim Jong-un ist ein Meister der Propaganda und (Selbst)Inszenierung. Nach vier Jahren an der Macht liess er sich nun am VII. Kongress der Koreanischen Arbeiterpartei zum Vorsitzenden krönen. mehr lesen  
Beseitigung von «Hindernissen»  Teheran - Der Iran und die EU wollen ... mehr lesen  
Brief an UNO  New York - Mehrere westliche Staaten ... mehr lesen
Die USA, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien rufen den rat auf Massnahmen zu ergreifen.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.auktionen.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 8°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
St. Gallen 8°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wechselnd bewölkt, Regen
Bern 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft freundlich
Luzern 9°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wechselnd bewölkt, Regen
Genf 10°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 14°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten