Falscher Alarm: Deutsche nicht an Schweinegrippe gestorben
publiziert: Dienstag, 19. Mai 2009 / 08:54 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Mai 2009 / 15:26 Uhr

Bangkok/Kobe/Genf - Die in Thailand gestorbene deutsche Touristin hatte entgegen eines ersten Verdachts keine Schweinegrippe. Das berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok.

Die Verbreitung soll gestoppt werden: Als Vorbeugung bleiben in Japan Schulen geschlossen.
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«Zwei Laborergebnisse haben bestätigt, dass sie nicht mit dem neuen Virus infiziert war», sagte der Sprecher des Ministeriums. Das Institut für forensische Medizin hatte zuvor ein positives Ergebnis gemeldet.

Die Touristin, nach neuesten Angaben 65 Jahre alt, war am Montagabend in einem Spital gestorben. Sie war mit Grippesymptomen in die Klinik gebracht worden. Die Frau war mit ihrem Mann und einer weiteren Verwandten am 12. Mai aus Deutschland nach Thailand gekommen.

Japan schliesst Schulen

In Japan sind als Vorbeugung gegen eine rasante Ausbreitung der Schweinegrippe mittlerweile mehr als 4000 Schulen und Kindergärten geschlossen. Nach Angaben der Behörden erkrankten bislang 163 Menschen an dem Influenza-Virus A/H1N1.

In Grossstädten wie Kobe und Osaka trugen viele Menschen Atemschutzmasken, nachdem dort Infektionen nachgewiesen worden waren. Gesundheitsexperten gingen davon aus, dass die Krankheit auch in die Region der Hauptstadt Tokio eingeschleppt wird. Tokio ist mit rund 36 Millionen Einwohnern die grösste Agglomeration der Welt.

Seit gestern berät die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an ihrer Jahrestagung über Schritte zur Eindämmung der sich weltweit ausbreitenden Schweinegrippe. Die WHO müsse dringende Entscheidungen treffen, obwohl weiterhin beträchtliche Unsicherheit über das Virus herrsche, sagte WHO-Direktorin Margaret Chan.

«Schwieriger Balanceakt»

Die Aufgabe der WHO, die Öffentlichkeit so schnell wie nötig zu warnen und soweit wie möglich zu beruhigen, sei ein «schwieriger Balanceakt», sagte Chan in Genf zu Beginn der Beratungen von Gesundheitsministern und Experten der 192 Mitgliedstaaten.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Staatengemeinschaft zu Solidarität bei der Bewältigung einer allfälligen Schweinegrippe-Pandemie aufgerufen. Jedermann müsse Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen haben, sagte Ban an der Jahrestagung in Genf.

Ihren Ursprung hatte die Schweinegrippe in Mexiko, von wo sie sich zunächst vor allem in den USA und Kanada verbreitete. Bislang haben sich weltweit mehr als 8800 Menschen mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert, 74 Menschen starben. In einer normalen Grippewelle sterben jedes Jahr im Schnitt bis zu einer halben Million Menschen weltweit.

(fest/sda)

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