In Mexiko klingt die Schweinegrippe langsam ab
publiziert: Montag, 4. Mai 2009 / 07:06 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Mai 2009 / 19:03 Uhr

Mexiko-Stadt - Nach Mexiko gibt auch die UNO bei der Schweinegrippe vorläufig Entwarnung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe derzeit nicht die Absicht, wegen der Virusinfektion die höchste Warnstufe 6 auszurufen, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.

In der Kathedrale von Mexiko-City fand ein Gottesdienst unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, der aber vom Fernsehen übertragen wurde.
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WHO-Chefin Margaret Chan ergänzte, es gebe keine Anzeichen, dass die vor allem in Mexiko grassierende Epidemie die Ausmasse der Spanischen Grippe von 1918 annehmen werde. Vor 90 Jahren waren weltweit an die 50 Millionen Menschen gestorben. Die Spanische Grippe sei in der ersten Welle allerdings ebenfalls sehr milde verlaufen.

Die Bedingungen für die Stufe 6 seien derzeit nicht erfüllt, sagte der WHO-Vize-Chef Keiji Fukuda in Genf. Dazu gehören Mensch-zu-Mensch-Ansteckungen in mehr als zwei Weltregionen.

Mexiko signalisierte Entspannung. Der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Marcelo Ebrard, kündigte für die nächsten Tage eine Rückkehr zur Normalität an. Der Epidemiealarm für die Hauptstadt wurde von rot auf die niedrigere Stufe gelb herabgesetzt. Bars, Restaurants, Kinos und Theater würden aus Sicherheitsgründen aber noch eine Zeit lang geschlossen bleiben.

«Die Zahl der Fälle geht zurück»

Der Verlauf der Krankheit habe sich beruhigt. «Die Zahl der Fälle geht zurück», sagte Präsident Felipe Calderon. Auch Gesundheitsministers José Ángel Córdova erklärte, der Höhepunkt der Seuche sei überschritten. Er machte aber auch darauf aufmerksam, dass sich das Virus jetzt regional ausgebreitet habe. Mittlerweile seien in mehr als zwei Drittel der Bundesstaaten Fälle aufgetreten.

US-Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius sagte dem Fernsehsender CBS, derzeit schwäche sich die Schweinegrippe zwar ab. Es sei jedoch nicht vorhersehbar, was passiere, wenn das neue Virus in ein paar Monaten mit einer saisonüblichen normalen Grippewelle zusammentreffe.

In einer Botschaft an die UNO-Vollversammlung sprach WHO-Chefin Chan von jetzt 1003 Fällen der neuen Grippe H1N1, die in 20 Ländern nachgewiesen worden sei. Mexiko ist nach WHO-Angaben mit fast 600 Fällen und 25 Toten am schwersten betroffen.

(smw/sda)

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