Bush beantragt fast 52 Mrd. Dollar für Hurrikan-Hilfe
publiziert: Donnerstag, 8. Sep 2005 / 06:52 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Sep 2005 / 07:08 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush hat beim Kongress die Freigabe von weiteren 51,8 Mrd. Dollar für die Hilfsmassnahmen nach der Hurrikan-Katastrophe beantragt.

Präsident George W. Bush mit Abgesandten der Wohltätigkeitsorganisationen im Weissen Haus.
Präsident George W. Bush mit Abgesandten der Wohltätigkeitsorganisationen im Weissen Haus.
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Die Verabschiedung wurde noch für diese Woche erwartet. Die Regierung werde sämtliche Anstrengungen unternehmen, um den in Not geratenen Menschen in der Region zu helfen, sagte Bushs Sprecher Scott McClellan in Washington.

Der Kongress hatte bereits am vergangenen Freitag ein erstes Hilfspaket in der Höhe von 10,5 Milliarden Dollar genehmigt. Die Gelder sollen nach Angaben des Weissen Hauses vor allem für die Suche nach Vermissten, die Trinkwasserversorgung und die Verbesserung der hygienischen Bedingungen in der betroffenen Region verwendet werden.

50 Mrd. für FEMA

Demnach soll allein die Notstandsbehörde FEMA rund 50 Milliarden Dollar des Hilfspakets erhalten. 1,4 Milliarden sollen dem Pentagon zur Verfügung gestellt werden, 400 Millionen sollen in das Ingenieurkorps der Armee fliessen. Einige Kongress-Mitglieder gehen davon aus, dass der Sturm «Katrina» den Staat letztendlich über 150 Milliarden Dollar kosten könnte.

Die US-Behörden bereiten sich inzwischen auf die Bergung von Zehntausenden von Toten im Süden des Landes vor. Die Notstandsbehörde FEMA liess rund 25 000 Leichensäcke in die verwüstete Region um New Orleans liefern.

Kaum Leichen geborgen

Die Behörden von New Orleans hatten die offizielle Zahl der Toten nach dem Hurrikan bisher mit 83 angegeben. Sie rechnen jedoch damit, nach dem Rückgang der Überschwemmungen Tausende von weiteren Toten zu finden.

Nach Armeeangaben hielten sich trotz der Aufrufe, die Stadt zu verlassen, weiter zwischen 10 000 und 15 000 Zivilisten in New Orleans auf. Die Nationalgarde werde so lange in der Stadt bleiben, bis auch der letzte Zivilist in Sicherheit sei, sagte ein Armeevertreter.

Bürgermeister Ray Nagin hatte wegen Gesundheitsgefahren die zwangsweise Räumung von Teilen der Stadt angeordnet. Die Polizei wollte bei der Evakuierung aber möglichst auf Gewalt verzichten.

(fest/sda)

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